Die Geschichte des "grünen Golds": Steirisches Kürbiskernöl

Kernöl, oder das “Grüne Gold”, wie es auch genannt wird, hat eine lange Geschichte. Der Speisekürbis, lat. Cucurbita pepo, stammt aus Mittelamerika, und ist im besonderen in Mexiko seit Jahrtausenden eine Kulturpflanze.

Nach der Entdeckung Amerikas wurde der Speisekürbis auch nach Europa und Asien eingeführt, wo er bis heute ein beliebtes Gemüse darstellt.

Spanische Seefahrer bringen den Kürbis nach Europa

Die Gewinnung von Kürbiskernöl aus einem speziellen Mutanten (Steirischer Ölkürbis, Cucurbita pepo var. styriaca, auch als var. oleifera bezeichnet) mit nichtverholzenden Samenschalen begann jedoch viel, viel später.

Um 1739 war die Nutzbarkeit des Kürbiskerns jedenfalls bereits bekannt. In einem Fachbuch aus diesem Jahr wurde über den Kürbis“saamen” unter anderem gesagt: “… man brauchet denselben offt zu den kühlenden Emulsionen und Milchen, wie auch zu anderen Träncken und Suppen. Es wird auch ein wiesses, süsses Oel daraus gepresset, welches eine linde, weiche Haut machet, und auch sonsten erweichet.”

Aus dem gleichen Jahr stammt auch die offensichtlich erste dokumentierte Erwähnung von “Kirbis Öell”. Und drei Jahre später, 1742 wurden laut einem Nachlaßdokument im steirischen Rassach “14 Pfund Kürbes Öell” vererbt.

Maria Theresia Kürbiskernöl

1773 befahl Maria-Theresia, dass Kernöl nicht als gewöhnliche Speise dienen sollte, sondern in die “Apothecken” zur Erzeugung von “Salben und Pflastern” gehöre.

Nach Aufzeichnungen dachte man Anfang des 18. Jahrhunderts neben der kulinarischen und medizinischen auch über die militärische Nutzungsmöglichkeit von Kürbiskernöl nach – und zwar als Wagenschmiere. Der k.u.k. Offizier, der damals diese Idee aufbrachte, wollte vor allem den 10%igen Anteil an gesättigten Fettsäuren nutzen, die auch heutzutage noch das Ausgangsmaterial für Schmieröle bilden.

Kernöl wurde in dieser Zeit mit “Pressbäumen” hergestellt. Vor dem Ersten Weltkrieg war Kernöl keine gewöhnliche Handelsware sondern diente nur der Selbstversorgung der Bauern. Mit der zunehmenden Industrialiserung kamen dann die ersten hydraulischen Ölpressen auf.

Heute werden allein in der Steiermark jährlich über 2.000 Tonnen Kernöl gepresst und zu den unterschiedlichsten Preisen und in verschiedenen Qualitätsstufen weltweit vertrieben. (Es wird berichtet, dass in London Kürbiskernölflaschen mit Literpreisen von umgerechnet über 100 € angeboten wurden – vielleicht kommt der Name “Grünes Gold” daher?)

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Kernöl, oder das “Grüne Gold”, wie es auch genannt wird, hat eine lange Geschichte. Der Speisekürbis, lat. Cucurbita pepo, stammt aus Mittelamerika, und ist im besonderen in Mexiko seit Jahrtausenden eine Kulturpflanze.
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